Von der Bohne zur Tasse

Die Kaffeepflanze ist ein Baum und kann eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Auf den Kaffeeplantagen werden sie aber zu zwei - drei Meter hohen Sträuchern kultiviert. So sind sie ertragreicher und ihre Ernte erleichtert sich. Die Früchte sehen wie Kirschen aus, in der sich jeweils eine Bohne befindet. Im frischen Zustand sehen die Kaffeekirschen je nach Herkunft und Verarbeitung matt grün aus:

Kaffeebeeren    Kaffeebeeren 2


In der Natur kommen mehr als 90 verschiedene Arten von Kaffee-Gewächsen vor. Am bekanntesten sind die Sorten Coffea Arabica und die als Robusta bekannte Coffea Canephora. Die Coffea Charrieriana ist eine koffeinfreie Sorte und wurde in Kamerun, Zentralafrika entdeckt. Die Coffea Arabica sind besonders empfindlich, sie mögen am liebsten eine konstante Temperatur von 20 Grad. Frost können sie gar nicht vertragen. Die Coffea Robusta hingegen ist da weitaus widerstandsfähiger, sie verträgt Nässe und Hitze leichter und ist ertragreicher, sie hat jedoch eine längere Reifezeit und kann Kälte gar nicht gut vertragen.

Arabica Bohnen haben meist eine schlanke-ovale Form, sie enthalten etwa doppelt soviel Zucker und Fette als die Robusta Bohne. Jedoch nur halb soviel an Koffein. Bei den Arabica Bohnen ist eine enorme Geschmacks- und Aromenvielfalt möglich. Sie eignen sich für Filterkaffees, Robusta Bohnen hingegen nicht.

Robusta Bohnen haben wenig Säure, lassen sich besonders dunkel rösten und haben einen erdig und holzigen Geschmack. Lange waren sie als billige und mindere Qualität verschrien. Heute gibt es sehr viele gute Robusta-Qualitäten deren Geschmacksrichtung ins Nussige gehen. Außerdem werden sie durch ihren vollen Körper und ihre reiche Crema geschätzt. Die Anbaugebiete sind auf dieser Karte zusätzlich markiert:

"r" steht für Robusta und ist dunkelgrün.
"m" steht für gemischt und ist hellgrün.
"a" steht für Arabica und ist gelb.

Anbaugebiete